Airbus A320 D_ASGE von Condor: Durfte nicht mehr in Frankfurt landen.

Wenige Sekunden zu spätPiloten von Condor sahen die Piste von Frankfurt schon – und durften trotzdem nicht landen

Nach technischen Problemen startete ein Flug von Condor mit mehr als zwei Stunden Verspätung auf Sardinien. Die Crew holte kräftig Zeit auf und erreichte Frankfurt um Mitternacht. Doch obwohl nur noch wenig bis ans Ziel fehlte, gab es keine Landeerlaubnis. Der Airbus A320 musste nach Köln/Bonn weiterfliegen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die meisten Passagierinnen und Passagiere von Flug DE1809 hatten wohl eine wunderschöne Zeit auf Sardinien verbracht. Denn die italienische Insel bot in den vergangenen Wochen sommerliches Wetter mit viel Sonne, hohen Temperaturen und null Regen. Anders verlief ihr Rückflug am Freitagmorgen (11. September). Zuerst musste Condor den Abflug verschieben. Grund sei «eine technische Fehlermeldung» gewesen, so eine Sprecherin.

Statt abends um 20:15 Uhr konnte der Airbus A320 in der schwarz-weißen Eintracht-Frankfurt-Lackierung erst um 22:39 Uhr in Olbia starten. Doch für die Cockpitcrew waren die Probleme damit noch nicht erledigt. Denn für sie begann ein Wettlauf mit der Zeit. Denn als sie starteten, hatte in Frankfurt bereits das Nachtflugverbot eingesetzt. Verspätete Flüge dürfen zwar noch bis 24 Uhr landen. Aber eben nur bis dann. Und von der Küstenstadt im Nordosten Sardiniens bis an den Main dauert es rund anderthalb Stunden.

Airbus A320 von Condor war bereits auf 300 Meter gesunken

Doch die Crew von Flug DE1809 holte mächtig Zeit auf. Und fast hätten sie gewonnen. Doch als sie die Flugsicherung am Flughafen Frankfurt um Landeerlaubnis baten, wurde ihnen diese verwehrt. Condor erklärt lediglich diplomatisch, die Landung sei «sehr knapp» in das Landeverbot gefallen.

Daten des Flugverfolgungsdienstes Airnav Radar zeigen, dass der A320 mit dem Kennzeichen D-ASGE sich um 23:59 Uhr bereits auf rund 300 Metern über Grund und nur noch rund sieben Kilometer von der Piste entfernt befand. Wenn man bedenkt, dass der Jet in dieser Phase mit rund 300 Kilometern pro Stunde unterwegs war, fehlten also Sekunden.

Fluggesellschaften verurteilen strikte Auslegung

Und so musste die Crew wohl oder übel wieder beschleunigen. Der Airbus A320 von Condor landete schließlich in Köln/Bonn, wo es kein Nachtflugverbot gibt. Dort kam er um rund eine halbe Stunde nach Mitternacht an. Für die Fluggäste von Flug DE1809 war die Reise damit aber nicht zu Ende. «Die Gäste wurden anschließend mit Bussen nach Frankfurt gebracht», so die Sprecherin von Condor.

Fluggesellschaften kritisieren die strikte Auslegung des Nachtflugverbots immer wieder. Denn eine Umleitung verbraucht zusätzliches Kerosin und ist damit umweltbelastend. Zudem ist sie für die Fluggäste unangenehm. Auch entstehen allen unnötige Kosten.

.

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies